Philosoph

Phi|lo|soph [filo'zo:f], der; -en, -en, Phi|lo|so|phin [filo'zo:fɪn], die; -, -nen:
Person, die sich mit Philosophie befasst, sie an einer Hochschule lehrt.
Zus.: Existenzphilosoph, Existenzphilosophin, Religionsphilosoph, Religionsphilosophin.

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Phi|lo|soph 〈m. 16
1. Erforscher der Ursprünge des Denkens u. Seins
2. jmd., der nach letzter Klarheit u. Wahrheit strebt, Denker
3. Begründer einer philosophischen Methode
[<grch. philein „lieben“ + sophia „Weisheit“]

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Phi|lo|soph , der; -en, -en [lat. philosophus < griech. philósophos, eigtl. = Freund der Weisheit]:
1. jmd., der sich mit Philosophie (1) beschäftigt, Forscher, Lehrer auf dem Gebiet der Philosophie (1):
die antiken -en;
im Seminar -en (Werke von Philosophen) lesen.
2. (ugs.) jmd., der gerne philosophiert:
er ist ein [rechter] P.

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Philosoph
 
[griechisch »Freund der Weisheit«] der, -en/-en, erstmals bei Heraklit verwendeter Begriff, der nach sokratisch-platonischer Tradition den Menschen bezeichnet, der nach Weisheit (Lebens-, Welt-, Gottesweisheit) strebt, nach aristotelischem und stoischem Begriff denjenigen, der solche Weisheit erlangt hat.
 
Die Figur des Philosophen hat in der abendländischen Geistesgeschichte mannigfaltige Ausprägungen gefunden, die auch heute noch die Meinungen über das, was ihn ausmacht, und über seine Rolle in der Gesellschaft bestimmen. Zudem ist Philosophiegeschichtsschreibung immer zugleich auch Geschichte der Philosophen gewesen. Die ältesten vorsokratischen Philosophen verkörpern Leitbilder äußerster Denkanstrengung zur Gewinnung letztbegründeter Einsichten und zum Entwurf rationaler Denksysteme für die Deutung von Kosmos, Götter- und Menschenwelt. Sokrates und Platon grenzen den Philosophen streng vom für Honorar lehrenden und beratenden »Sophisten« ab, wobei Sokrates selbst als Vorbild kompromissloser Wahrheitsforschung und daran orientierter Menschenbildung gilt. In den nachsokratischen »Schulen« bildete sich die seitdem stehende Unterscheidung zwischen dem schulbegründenden »Meisterdenker« und den ihm »dogmatisch« anhängenden »Schul-P.« aus, die sein hinterlassenes schriftliches Werk interpretierend verwalten. - Das Mittelalter etablierte den Philosophen als Lehrer und Forscher an der philosophischen Fakultät und wies ihm damit eine seither beständige Berufsfunktion zu. Er verwaltete und vermittelte hier auf der Grundlage des platonischen Lehrcurriculums der »freien Künste« das gesamte Bildungsgut der antiken Philosophenschulen im propädeutischen »Studium generale« für die berufsbezogenen Studiengänge der Theologen, Ärzte und Juristen. In der Neuzeit entwickelten sich die Disziplinen der philosophischen Fakultät zu Einzelwissenschaften. Diese bis heute anhaltende Tendenz zwingt die Philosophen zu Neuorientierungen ihrer Aufgaben und Rolle im Wissenschaftssystem. Im Kontext der Geisteswissenschaften tritt der Philosoph auch als Philosophiehistoriker und philologischer Klassikerexeget auf, im Rahmen der Naturwissenschaften als Naturphilosoph oder neuerdings mehr als Wissenschaftstheoretiker der Naturwissenschaften. Parallel zu dieser »Verwissenschaftlichung« und fortschreitenden Spezialisierung der Universitätsphilosophie profilierten sich seit der Renaissance außeruniversitäre Philosophen (M. Ficino, G. Pico della Mirandola, F. Bacon, R. Descartes, G. W. Leibniz), die vermeintlich neue Weltbilder entwarfen und dadurch die Universitätsphilosophie (»Scholastik«) zu überwinden oder kritisch zu reformieren trachteten, wobei ihre Lehren oft selbst in neuen Institutionen (Akademien, gelehrte Gesellschaften) zu eigenständigen Schulen führten. - Immer wieder hat es Ansätze gegeben, Philosophie politisch wirksam werden zu lassen, so in Anknüpfungen an Platons Ideal des Philosophenkönigtums bei Mark Aurel, Julian und Friedrich dem Großen Heute ist vielfach besonders in politisch relevanten ethischen Fragen eine öffentliche Stellungnahme, ja Orientierung vonseiten der Philosophen gefragt.
 
 
Grundprobleme der großen P., hg. v. J. Speck, 11 Bde. (1972-84);
 
Philosophes critiques d'eux-mêmes. Philosophers on their own work. Philosoph. Selbstbetrachtungen, hg. v. A. Mercier u. a., 14 Bde. (Bern 1975-90);
 
Philosophie in Selbstdarst., hg. v. L. J. Pongratz, 3 Bde. (1975-77);
 
Philosophie der Gegenwart in Einzeldarstellungen. Von Adorno bis von Wright, hg. v. J. Nida-Rümelin (1991);
 
Metzler-Philosophen-Lex., hg. v. B. Lutz (21995).
 

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Phi|lo|soph, der; -en, -en [lat. philosophus < griech. philósophos, eigtl. = Freund der Weisheit]: 1. jmd., der sich mit ↑Philosophie (1) beschäftigt, Forscher, Lehrer auf dem Gebiet der ↑Philosophie (1): die antiken -en; er ist ein großer P.; Volkswirte, Historiker, -en und andere politisch interessierte Vertreter dieser Anschauung (Fraenkel, Staat 188); In Kant sah ich den eigentlichen vollgültigen -en (Niekisch, Leben 25); von morgen an will ich dann -en (Werke von Philosophen) lesen, Testamente machen (Remarque, Triomphe 359). 2. (ugs.) jmd., der gerne philosophiert: er ist ein [rechter] P.; Sieben Jahre im Job! Zeit genug, um P. zu werden (Heim, Traumschiff 21).

Universal-Lexikon. 2012.

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